
Norbert Scheuer, Holunderholz
Endlich können wir noch einmal neu in das Reich
des Urftlandes von Norbert Scheuer eintauchen.
Ich mag diesen melancholischen Sound, von dem
ich vom ersten Satz an gefesselt bin.
Alles, was man aus seinen Romanen kennt,
ist wieder da, Cafeteria mit den Alten, Vincentini mit
seinem Perseus, eine junge, verloren wirkende Frau,
die Vögel, die Natur des Urftlandes und eine Hauptfigur,
die nicht so recht mit sich selbst umzugehen weiß.
Aber alles ist auch wieder anders und neu;
und um eine unglaubliche historische Begebenheit zusammengestellt.
Johann bekommt von seiner Mutter ein altes Tonbandgerät aus den dreißiger Jahren.
Auf den dazugehörigen Tonbändern vermutet seine Mutter den Schlüssel
zu einem Familiengeheimnis. Die Reparatur des Gerätes, das dauernde Reißen
der Tonbänder und die unbestimmten Geräusche machen Johanns Forschungen schwer.
Was ist eigentlich Erinnerung?
„Ich habe alles geglaubt, wenn es nur schön erzählt war!“
Ein tolles Buch!
Norbert Scheuer – Lesung und Gespräch
Rainer Berger – Beatboxing und Querflöte
Holger Schwab – Moderation
Fr., 18. Sept. 2026, um 19 Uhr, 18/16 € im
Saal des Literaturhaus Bottlerplatz, Bonn
Gemeinsam von Literaturhaus und buchLaden 46





